Freitag, 9. März 2012


Am Freitag, dem 11. März 2011, kam die Apo­ka­lyp­se in den Nordosten von Japan.

Um 14 Uhr 46 Ortszeit begann vor der Küste ein Erdbeben mit 9.0 auf der nach oben offenen Erdbebenscala. In Mitteleuropa war es 6 Uhr 46.

Um 15 Uhr 27 Ortszeit erreichen die ersten Tsunamiwellen die Atomreatoren von Fukushima. Sie sind etwa 4 Meter hoch. Die späteren aber bis zu 15 Meter hoch. Die Schutzmauer des Atomkraftwerkes ist aber nur 5 Meter 70 hoch.

Bei diesem Tsunami verloren ca. 30.000 Menschen ihr Leben

In den Reaktoren des Atomkraftwerkes Fukushima kam es zur Kernschmelze.

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Diese Tragödie hat Deutschland verändert. Die schwarzgelbe Koalition machte eine 180 Grad Wendung in der Atompolitik. Die deutschen Atomkraftwerke sollen in den nächsten 10 Jahren abgeschaltet werden.

Aber die europäischen Nachbarländer werden ihre Atomkraftwerke weiter betreiben. Und Polen, obwohl noch ohne AKWs, will neue bauen. Trotz Fukushima. Frankreich hat sogar die Laufzeit seiner 58 (!) Atomkraftwerke verlängert.

In Deutschland leben wir dadurch noch nicht auf der Insel der Glückseligen. Aber wir machen in Europa als erste den Ausstieg aus der Atomenergie. Leider folgen die übrigen europäischen Staaten nicht.

Am Sonntag, dem 11 März 2012 um 11 Uhr, wird vor der "Großen Kirche" in Bremerhaven eine "Fukushima-Mahnwache" stattfinden!
Atomkraftwerk Unterweser (10 Km von Bremerhaven entfernt) aufgenommen am 12.März 2011 im Mittagsdunst um 12 Uhr

Sonntag, 19. Februar 2012

Die Müllfischer und Joachim Gauck

Heute abend war ich, wie jedes Jahr, im Gemeindehaus der Lukaskirche in Bremerhaven-Leherheide. Ich besuchte das aktuelle Programm der "Bremerhavener Müllfischer". Es ist ein Amateurkabarett mit Themen aus Deutscher Politik, Bremer Landespolitik und Bremerhavener Komunalpolitik. Das Programm 2012 bekam den Titel "Was heißt denn hier museumsreif? - Das Bremerhavener Wertemuseum".

Es war eine temporeiche, pointierte Vorstellung. Sogar drei kleine Hänger im Ensemble wurden erfrischend belacht und beklatscht. Dieses Jahr hörte ich bekannte Melodien mit neuen Texten. Ob "Lonely Angela", ein Lied über die einsame deutsche Kanzlerin oder einen Song über die "Asse", ein Song über eine hochgiftige deutsche Atommülldeponie in Niedersachsen. Auch der ehemalige deutsche Bundespräsident darf nicht fehlen. Er sang das Lied "Ein Freund, ein reicher Freund" Mit der Melodie des bekannten Schlagers aus dem Jahre 1930 "Ein Freund, ein guter Freund".

Auf dem Rückweg nach Hause hörte ich im Autoradio, dass der Pastor und Bürgerrechtler Joachim Gauck der neue Bundespräsident werden soll. "Alles wird gut" (frei nach Nina Ruge).

Samstag, 18. Februar 2012

Christian Wulff adé

Nein, nein, Deutschland ist keine Bananenrepublik. Seit fast 63 Jahren ist die Bundesrepublik eine gute Demokratie. Hier kann auch das oberste Staatsoberhaupt seine politische Immunität verlieren. Und das ist auch gut so. Gott sei dank ist Christian Wulff vom Amt zurückgetreten.

Eigentlich war er ein blasser Präsident. Das einzige was in meinem Hinterkopf hängen bleibt ist seine Rede am 3. Oktober 2010. Das nicht nur das Christentum und Judentum zu Deutschland gehört, sondern auch inzwischen der Islam.

Montag, 13. Februar 2012

Die Bremerhavener Anti-ACTA-Demo

Die Anti-ACTA-Demo sollte am letzten Samstag um 15 Uhr auf dem Theodor-Heuss-Platz beginnen. Um zehn vor standen etwa zehn junge Leute im Abiturientenalter auf dem Platz. Am Rande saßen zwei Polizisten in ihrem Streifenwagen und beobachten die Szenerie. Ich ging weiter in die Fußgängerzone und beobachtete, was so auf dem Platz passierte. So um viertel nach drei versammelten sich etwa 40 junge Leute vor dem Denkmal des Bremer Bürgermeister Johann Smidt. Sie hatten drei Transparente mit. Ein Mädchen rief durch ein Megaphon:"Stoppt den Überwachungsstaat. Stoppt ACTA". Diese kleine Demo hatte etwas spontanes. Niemand hielt eine große Rede. Ich war der einzige Senior unter den jungen Leuten. Um zwanzig nach drei ging ich wieder in die Fußgängerzone, um mir die Wochenend-TAZ zu kaufen.

Heute morgen las ich in der BILD-Bremen, dass am Samstag in Bremen ca 1000 Leute gegen ACTA demonstrierten. Unterstützt wurden sie durch die Grünen, die Linke und die Piratenpartei.