Mittwoch, 21. Dezember 2011

Kleine Geschenke erhöhen die Freundschaft

Der Jurist Christian Wulff hat es nicht leicht. Sein Freundeskreis ist groß. Da ist die Familie Geerkens aus Osnabrück, der smarte Herr Maschmeyer aus Hannover, der Herr Baumgartl und das Ehepaar Meyer. Diese wohlhabenen Leute lernte Herr Wulff als niedersächsischer Ministerpräsident kennen. Sie spendierten ihm und seiner jeweiligen Ehefrau kostenlose Urlaube auf ihren Besitztümern. Für einen Hauskauf erhielt Herr Wulff auch noch einen zinsgünstigen Privatkredit.

Der niedersächsische Ministerpräsident erhält als oberster politischer Beamter ein Jahresgehalt in Höhe von 150000 EUR brutto. Der Bundespräsident erhält laut Bundeshaushalt 2010 ein steuerpflichtiges Grundgehalt in Höhe von 199.000 EUR. Mehr als die Bundeskanzlerin.

Mein Gehalt als niedersächsischer Landesbeamter (mittlerer Dienst) beträgt jährlich 30000 EUR brutto. Jedes Jahr muss ich mit meiner Unterschrift bestätigen, dass ich die Richtlinie zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung in der Landesverwaltung (Antikorruptionsrichtlinie) kenne. Ich darf als Beamter auch keine "kleinen freundschaftlichen Geschenke" annehmen.

Für einen politischen Beamten gelten wohl immer noch andere Spielregeln.

Montag, 12. Dezember 2011

Wie vor tausend Jahren

Die letzten Tage hier an der Nordseeküste waren ganz schön verregnet. Und sehr stürmisch war es auch. Gestern, am Sonntag, blieb es trocken und der Wind pfiff nicht mehr so stark um die Ecke.
Der "friesische Weihnachtsmann"
Am Nachmittag war ich wieder auf dem Weihnachtsmarkt. Heute war der letzte Tag vom mittelalterlichen Markt. Das ist mal was anderes als Glühwein und Bratwurst. Heißen Met trinken und  eine auf offenen Feuer gekochte kräftige Suppe löffeln. Wie vor gut tausend Jahren bei den Friesen.  


Zur Unterhaltung spielte die friesische Gruppe Wortsatia auf. Diese alte Volksmusik gefiel mir. Ich kaufte für 10 Taler (gleich 10 Euro) deren bespielte Silberscheibe.
Klick aufs Photo und schau das Video

Sonntag, 27. November 2011

Erster Advent, 1. FC St. Pauli und Werder Bremen

Heute, am ersten Advent, war es verdammt stürmisch an der Nordseeküste. Den ganzen Tag bedeckter Himmel. Ab und zu am Tage kurze kräftige Regenschauer. Am späten Nachmittag kam die Sonne durch die Wolken. Um 17 Uhr fuhr ich mit dem Bus in die Bremerhavener Fußgängerzone. Zwischen Großer Kirche und Stadttheater ist der Weihnachtsmarkt aufgebaut. Jede Menge Glühweinbuden, Bratwurstbuden und so weiter. Bei "Kartoffel und mehr" habe ich lecker Kartoffelpuffer gegessen.
Eisbär, Polarfuch, Pinguine, Tiere aus dem "Zoo am Meer" in Bremerhaven
   
lecker Kartoffelpuffer bei "Kartoffel und mehr"




"Glühweindorf" am Stadttheater
Neben der Großen Kirche und dem Platz vor dem Stadttheater sind zwei "Glühweindörfer" aufgebaut. Trotz des stürmischen Herbstwetters und Windböen bis Stärke 9 besuchten jede Menge Leute aus Bremerhaven und Umgebung den Weihnachtsmarkt.

Ach übrigens, in der Stadt wurde letzte Woche heiß diskutiert, warum vor dem Stadttheater kein riesiger Weihnachtsbaum mehr steht. Dafür wurde die Barkasse "Deutschland" an dem Platz gestellt. Bis Weihnachten befindet sich in dem Schiff ein Café. Meine Meinung: mal was anderes.
Weihnachtsbaum am Stadttheater 2010
Barkasse "Deutschland" 2011

Meine Kritik: Mir fehlt seit zwei Jahren eine Pizzabude auf dem Weihnachtsmarkt!!!

PS: Mein Fußballverein "1. FC St. Pauli" hat heute Zuhause gegen "Dynamo Dresden" 3:1 gewonnen und ist auf dem dritten Platz der zweiten Bundesliga. Die erste Liga ist wieder zum Greifen nah. - Die "Bremer Pfeffersäcke" von "Werder Bremen" haben Zuhause gegen "VFB Stuttgart" 2:0 gewonnen. Glückwunsch.

Sonntag, 6. November 2011

19. Jazzfestival in Bremerhaven


Also, heute war echt ein trüber Novembertag in Bremerhaven. Gott sei dank war von 12 bis 18 Uhr in der "Oberen Bürger" des Einkaufzentrums Columbus Center und dem Mediterraneo das 19. Bremerhavener Jazz Festival. Auf drei Bühnen verteilt im Center und der Plazza des Mediterraneos wurde bester Jazz live dargeboten. Und der Eintritt war frei. Die Gruppen kamen aus den Niederlanden, Polen, Frankreich, Deutschland und Australien.

Als erstes hörte ich "Bourbon Street" aus Cherbourg, unserer französischen Partnerstadt an der Kanalküste. Bester feiner Jazz aus den zwanziger und dreißiger Jahren. Klarinette und Posaune im Wechselspiel. Ein toller Klang.
Klick HIER und sieh das Video von "Bourbonstreet"

Dieses Jazzfestival ist ein Event, bei dem man jede Menge Leute trifft. Da sind bestimmt Tausende durch das Columbus Center und dem Mediterraneo gelaufen.

Die holländische Band "Lamarotte" ist schon Stammgast beim Festival. Es ist eine typische Marching-Band. Am Samstag liefen sie, wie jedes Jahr, durch unsere Fußgängerzone. Auch auf der Bühne spielen sie mit viel Spaß und Humor ihren Dixieland.
Klick HIER und sieh das Video von "Lamarotte"

Zum Schluss hörte ich mir meine Lieblingsband an: "Swamp" aus Holland. Erfrischender Cajun, so wie er in Louisiana gespielt wird. Der Text: ein Kauderwelsch aus Französisch und Englisch. Die Musik geht ins Blut.
Klick HIER und sieh das Video von "Swamp"